Vereinschronik

Vorwort

Der Tag, an dem man mit Freude und Stolz auf eine einhundertjährige Vereinsgeschichte zurückblicken kann, ist zweifellos ein wichtiger Anlass um eine ergänzende Chronik  herauszugeben und dabei zurückzublicken auf die Ereignisse dieser 100 Jahre, die im Vereinsleben zur Geschichte geworden sind.

Im Jahr 1954 anlässlich des 50jährigen Vereinsjubiläums wurde die erste Chronik des MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf in einer Festschrift veröffentlicht. Die Chronisten waren der Lehrer Ernst Klauck und das Gründungsmitglied Johann Paulus.  Auf dieser bestehenden Chronik aufbauend erschienen dann zum 60igsten, 70igsten, 75igsten und 80igsten die ergänzte Chronik des MGV „Edelweiß“. 

Das schon bei der Erstellung der ersten Chronik im Jahr 1954 als verschollen gehaltenes Protokollbuch des MGV „Edelweiß“, mit dem Gründungsprotokoll wurde per Zufall bei einer privaten Aufräumaktion im Jahr 1998 wieder aufgefunden. Dank dieses Protokollbuches verfügen wir heute über Detailinformationen aus der Gründerzeit und können die Chronik aus dem Jahr 1954 ergänzen.
 

Chronik 

Schon zu Beginn des Jahres 1904 fanden sich junge sangesfreudige Männer in fröhlicher Gemeinschaft zusammen, um gemeinsam zu singen. Einige von ihnen hatten schon gesangliche Erfahrung im katholischen Kirchenchor Cäcilia Hüttersdorf gesammelt. Unter ihnen auch der Mitgebegründer und langjährige erste Vorsitzende des MGV „Edelweiß“, Herr Johann Leistenschneider. Am 04. Dezember 1904 fand dann die offizielle Vereinsgründung statt, wie im folgenden Gründungsprotokoll nachzulesen ist:

 

In der Gründungsliste sind 35 Mitglieder eingetragen. Als Dirigent konnte Herr Lehrer Kell gewonnen werden. Als Eintrittsgeld in den Verein wurde 1,00 Mark erhoben. Über die Vorstandsitzung am 08.01.1905 ist nachzulesen, dass vier neue Mitglieder aufgenommen wurden und dass der Verein anlässlich der Kaisergeburtstagsfeier zehn Mark Auslagen hatte. Ferner wurde beschlossen, wer der Probe unentschuldigt fernbleibt, zahlt 20,00 Pfennig Strafe. Wer eine viertel Stunde nach der Probe erscheint, zahlt 10,00 Pfennig. Entschuldigungen müssen vor Beginn der Probe angebracht werden.  
Ende des Jahres 1905 hatte der Verein bereits über sechzig Sänger in seinen Reihen.

Nur vier Jahre später, am 11.10.1908, wurde in einer Versammlung einstimmig beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Ferner wurde beschlossen, dass die Fahne den Preis von 400,00 bis 450,00 Mark erreichen darf. In einer außerordentlichen Generalversammlung, am 24.01.1909, wurde unter Punkt 1 beschlossen, dass die Fahnenweihe am 20. Juni 1909 statt­finden soll. Unter Punkt 2 wurde beschlossen, dass sämtliche Vereine von Hüttersdorf und Buprich zur Fahnenweihe eingeladen werden.  

Fahnenweihe 1909

Das Fest der Fahnenweihe wurde in einer zweitägigen Veranstaltung durchgeführt. Von gesondert gewählten Fahnenträgern wurde diese Vereinsfahne danach bei allen, auch bei auswärtigen Veranstaltungen mitgeführt. Die im Verlauf der vielen Jahrzehnte unansehnlich gewordene Fahne wurde im Jahr 1997 bei einer Fachfirma restauriert und erstrahlt seitdem wieder in ihrem ursprünglichen Glanz. Heute wird die Fahne nur noch bei ganz besonderen Anlässen ausgestellt.  

 

Vorderseite

Rückseite

Ab dem Jahr 1912 entwickelte sich eine sehr aktive Theatergruppe innerhalb des Gesangvereins, die das kulturelle Geschehen im Ort mit regelmäßigen Theater- und Operetten­auf­führungen bereicherte. Es wurden bis zum Jahr 1939 jährlich eine bis zwei Veranstaltungen aufgeführt. Bedingt durch den zweiten Weltkrieg ruhten diese Aktivitäten.  

Ab dem Jahr 1948 wurde beim Männergesangverein Edelweiß“ wieder Theater gespielt. Die letzte Theatervorstellung des MGV „Edelweiß“ war am 1. Weihnachtsfeiertag des Jahres 1958 im Saal Lehnert, Hüttersdorf.

Theatergruppe MGV Edelweiß

Der Männergesangverein hat sich, wie die Mehrzahl aller Männerchöre, in der Zeit des Preissingens 18-mal dem gestrengen Urteil der Jury gestellt.  

Die Chronik von 18 Preissingen

1912      Altenwald
1920      Gennweiler
1922      Lebach
1924      Außen und Dirmingen
1925      Bettingen
1927      Weiskirchen
1930      Alsweiler und Buprich
1931      Hüttigweiler
1932      Heusweiler
1948      Sulzbach
1949      Schwalbach
1951      Hüttigweiler und Wadr
ill
1953      Kastell
1958      Partenheim
1968      Lampertsheim
 

Das Preissingen, auch Sängerwettstreit genannt, gehört nun der Geschichte an und wurde von dem Wertungssingen abgelöst.  

Ab 1960 bahnte sich unter dem Vorsitzenden Helmut Schneider eine starke Sängerkameradschaft mit dem Männergesangverein 1876 Schmelz an. Da unser Chorleiter Ernst Adam auch diesem Chor vorstand, ergab sich ganz natürlich eine chorgemeinschaftliche Zusammenarbeit. Der letzte gemeinsame Auftritt war im Jahr 1966 anlässlich des 90. Stiftungsfestes des MGV 1876 Schmelz. 

Aus beruflichen und privaten Gründen gab Ernst Adam, bei bestem Einvernehmen mit der Vereinsleitung, den MGV „Edelweiß“ ab. Er wurde für seine 16jährige verdienstvolle Chorleitertätigkeit zum Ehrenchorleiter ernannt. Als neuer Dirigent übernahm Herr Theo Mahler im Jahr 1968 den Männergesangverein „Edelweiß“ und führte ihn zu weiteren Erfolgen. 

Ab 1971 konnten wir Herrn Werner Kreis als neuen Chorleiter gewinnen. 1972 übernahm Herr Helmut Schröder den ersten Vorsitz. Sein Vorgänger, Herr Helmut Schneider, wurde für seine 12jährige verdienstvolle Tätigkeit als erster Vorsitzender zum Ehrenvorsitzenden er­nannt.

 Der erste Auftritt unter der Leitung von Chorleiter Werner Kreis im August 1973 war ein gemeinsames Konzert mit dem Gesangverein „Perle“ aus Erbringen und fand im Kulturhaus Staudt / Scherer statt.

 Das 70jährige Stiftungsfest begann der MGV „Edelweiß“ am 12. Mai 1974 mit einem hervorragend gestalteten Gottesdienst in der Pfarrkirche in Hüttersdorf.

Das Freundschaftssingen am 9. Juni 1974 anlässlich unseres 70. Geburtstages fand im Festzelt bei der Pfarrkirche statt. Die mit uns befreundete Sängervereinigung aus Marxheim und weitere 23 Gastchöre nahmen an dieser Veranstaltung teil.  

Höhepunkt des Jahres 1975 war die Konzertreise nach Österreich vom 10. bis 16. August. Die Aufführung der „Missa brevis“ in der Pfarrkirche zu Wörgl fand viel Lob und großen Anklang bei den Zuhörern.

Im Oktober 1975 wurde im Kulturhaus das Wertungssingen der Gruppe Schmelz des Saar-Sängerbundes durchgeführt.

Dem Chorleiter Werner Kreis wurden besondere  Anerkennung gezollt für die gute Interpretation der dreiteiligen Komposition „Bauernwerk“ von Ernst Kutzer. Dabei hat ein hervorragend musizierendes Bläserquartett den MGV Edelweiß unterstützt.  

1977 hat der MGV „Edelweiß“ durch seine Mitwirkung zum Gelingen des Opernkonzertes vom MGV 1876 Schmelz beigetragen.

Das Konzert wurde  am 19. März unter der Leitung von Gottfried Ganz in der Primshalle Schmelz aufgeführt.

Beim Wertungssingen des Sängerkreises Saarlouis am 22. Oktober 1978 in der Primshalle brachte der Männergesangverein „Edelweiß“ den Liederzyklus „Vier Lieder von Trunk“ zu Gehör. Nach dem Urteil des Sachverständigen des Saar-Sängerbundes zählte die Wieder­gabe des Liederzykluses zu den Höhepunkten dieses Wertungssingens.

St. Georgen am Attersee in Österreich war Ziel der Sängerfahrt vom 12. bis 17. Mai 1980. Die Aufführung der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert in der Pfarrkirche von St. Georgen war das musikalische Glanzstück dieser Reise.

Am 15. November 1981 veranstaltete der MGV „Edelweiß“ in der Pfarrkirche Hüttersdorf ein Kirchenkonzert. Das von Werner Kreis komponierte Werk „O bone Jesus“ war dem MGV „Edelweiß“ gewidmet und wurde in diesem Konzert uraufgeführt.

In einer anschließenden Feierstunde im Kulturhaus wurde Chorleiter Werner Kreis für sein 10jähriges Wirken beim MGV „Edelweiß“ geehrt. 

Chorleiter Werner  Kreis

Ziel einer zweitägigen Vereinsfahrt war Losburg im Schwarzwald im Jahr 1982.

Der Januar 1983 brachte einen Wechsel an der Führungsspitze des Vereins. Der Vorsitzende Helmut Schröder, der 11 Jahre die Geschicke des Vereins leitete, gab sein Amt an Alfons Schmittberger ab.

 Im November 1983 veranstaltete der MGV „Edelweiß“ gemeinsam mit dem  Akkordeonverein 1963 Hüttersdorf ein gelungenes und viel beachtetes Chor- und Instrumentalkonzert.

 Ein besonderes Ereignis im Jahr 1984 war das 80jährige Stiftungsfest des MGV „Edelweiß“ mit einem Festkommers am 05. Mai in der Primshalle, an dem 9 kulturelle Vereine mitwirkten, sowie das am 06. Mai durchgeführte Freundschaftsingen, an dem 18 Chöre aus der gesamten Umgebung teilnahmen.  

Nach 14 Jahren guter Zusammenarbeit mit dem Chorleiter Werner Kreis kam es im Jahr 1985 zum Chorleiterwechsel. Herr Werner Kreis musste aus beruflichen Gründen seine bis dahin erfolgreiche Tätigkeit beim MGV „Edelweiß“ beenden

Ab August 1985 konnten wir als neuen Chorleiter Herrn Helmut Paulus gewinnen und mit ihm die gute musikalische Arbeit seines Vorgängers auf hohem Niveau weiterführen. Chorleiter Helmut Paulus gelang es in kurzer Zeit, die Sänger anzuspornen und für seine musikalischen Vorhaben zu begeistern.

Schon im April 1986 nahm der MGV „Edelweiß“ am Kreis-Chorkonzert des Sängerkreises Saarlouis im Saalbau Staudt / Klinkner in Schmelz mit gutem Erfolg teil. Ebenso beteiligte er sich an dem Konzert in der Kirche in Limbach aus Anlass der Schmelzer Kulturwoche.

Vom 14. bis 18. Juni 1987 ging es wieder auf große Fahrt.

In Ötz nach dem Kirchenbesuch
 

Diesmal führte die Vereinsfahrt ins Ötztal. In der sehr hoch gelegenen und weit über den Ort ragenden Kirche von Ötz zeigte der MGV „Edelweiß“ bei der Gestaltung der heiligen Messe sein Können.

Ein Ständchen, im schönen Ötztal, weit entfernt von der Heimat,  für unseren damaligen Vorsitzenden Alfons Schmittberger anlässlich seines 50. Geburtstages  wird ihm wohl noch lange in guter Erinnerung sein.

Das Wertungssingen im Jahr 1988 in der Primshalle, das von 7 Vereinen bestritten wurde, brachte dem MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf e.V. einen beachtlichen Erfolg.

Gemeinsam mit dem Zitterverein aus Merchweiler fand im gleichen Jahr ein Instrumental- und Liederabend statt. Die Presse schrieb dazu folgendes: „Die Besucher waren begeistert – weiter so, es gefällt“.

Anlässlich unseres 85jährigen Bestehens im Jahr 1989 war das Jubiläumskonzert im Kulturhaus mit den Schaumberger Turmbläsern und unseren jungen einheimischen Künstlern, Sibylle Leistenschneider (Sopran), Martin Emrich (Bariton) und Andreas Schmittberger (Klavier), ein ganz besonderer Glanzpunkt.

Reit im Winkel war das Ziel der 5-tägigen Vereinsfahrt im Jahr 1990. Ein Abstecher zur Winkelmoos-Alm, der Besuch von St. Bartholomä am Königssee und die musikalische Gestaltung der heiligen Messe in der Klosterkirche von Altötting hinterließen bleibende Eindrücke.                   

Empore Klosterkirche Altötting

Das Ziel einer dreitägigen Sängerfahrt im Jahr 1995 war das Münstertal im Schwarzwald, wo wir am Sängerfest in Münster teilnahmen.

Die eintägige Vereinsfahrt im Jahr 1997 führte zunächst in den Rosengarten nach Zweibrücken und weiter nach St. Martin und zum Hambacher Schloss.

 Im Jahre 1998 verstarb unser langjähriger Chorleiter und Ehrenchorleiter Ernst Adam. Er war von 1952 bis 1968  Chorleiter unseres Vereines und im Anschluss daran Ehrenchorleiter. Im Jahre 1984 übernahm Herr Adam nochmals für zwei Monate die Chorleitung, obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits sein 80 Lebensjahr überschritten hatte. Der MGV Edelweiß verliert  mit Herrn Adam eine Persönlichkeit, welche die musikalische Leistung des Vereins über viele Jahre besonders geprägt hat. Für dieses verdienstvolle Wirken im Verein sei dem Verstorbenen hier an dieser Stelle nochmals gedankt.

„Wir sind die Sänger von Finsterwalde“.

Dieses Lied kennt jeder und zum größten Sängerfest in Brandenburg singt es die ganze Stadt. Als Akteure konnten wir an einem Konzert in Finsterwalde im August 1998 unser Können unter Beweis stellen. Die interessierten Zuhörer spendeten viel Lob und Beifall. Man sollte dieses Fest einmal besucht haben! Sänger, Musikanten, Artisten und Tänzer aus ganz Deutschland und Europa sorgen während den Festtagen für ausgelassen Stimmung.
 

Umzug in Finsterwalde

Brandenburg, dieses schöne Land, bietet viele Sehenswürdigkeiten, von denen wir uns selbst überzeugen konnten. Dazu gehörte natürlich eine ausgedehnte Bootsfahrt im Spreewald, der Besuch von Potsdam und Schloss Sanssouci. Von Dresden, der Landeshauptstadt Sachsens, waren wir überwältigt. Eine örtliche Reiseführung zeigte uns, was „Elb-Florenz“ alles beinhaltet. Diese 6-tägige Vereinsfahrt wird uns Sängern noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Die Krönung unseres kulturellen Wirkens im Jahr 1999 war das musikalisch sehr anspruchsvolle Konzert zum 95jährigen Jubiläum unseres Männergesangvereins „Edelweiß“ Hüttersdorf im festlich geschmückten Kulturhaus Hüttersdorf am 16. Oktober.

Als Solisten wirkten mit: Christiane Strässer-Paulus am Klavier, Klaus Baldes, Bariton, Oliver Inteeworn, Gitarre.

Während einer dreimonatigen Pause unseres Chorleiters im Jahr 2000 übernahm Herr Klaus Baldes, ein ehemaliger Sänger unseres Vereins und jetziger Vizechorleiter des Saar-Knappenchores, freundlicherweise für diese Zeit die Leitung des Chores. 


Ende des Jahres 2000
beendete Chorleiter Helmut Paulus aus gesundheitlichen Gründen seine sehr erfolgreiche 15-jährige Tätigkeit beim MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf. Als seinen Nachfolger konnten wir Herrn Klaus Baldes engagieren. Am 13. Januar 2001 erfolgte die Übergabe des Dirigentenstabes. Herr Helmut Paulus wurde in einer Feierstunde im Saale des Kulturhauses Hüttersdorf für seine großen Verdienste beim MGV „Edelweiß“  zum Ehrenchorleiter ernannt.
 

Dirigentenübergabe


Chorleiter Klaus Baldes, den Sängern seit seiner Vertretungszeit bestens bekannt, ging gekonnt und zielstrebig an seine neue Aufgabe.

Schon im September 2001 wirkte der MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf e.V. beim Jubiläumskonzert „ 25 Jahre Kulturring und Sportring Schmelz “ in der Primshalle mit.

Ebenso im April 2002 am Chor- und Instrumentalkonzert zur Eröffnung der Schmelzer Woche.

Die Vereinsfahrt im Juli 2002 führte ins benachbarte Frankreich, wo wir in der Kirche von  „La Petite Pierre“ die heilige Messe musikalisch mitgestalteten.

Es folgte am 03. Oktober 2002 das Kreischorkonzert in der Kulturhalle Hülzweiler, wo der MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf  gute Leistungen zeigte.

Die gemeinsamen Chorkonzerte vom Männerquartett Piesbach und dem MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf e.V. in der Kirchberghalle in Piesbach im November 2002 und im Kulturhaus Hüttersdorf im Mai 2003 fanden wegen ihrer hervorragenden Darbietungen großen Anklang bei den zahlreichen Besuchern.

Die überaus gute Leistung, die der Chor beim Kreischorkonzert am 20. September 2003 in der Talbachhalle in Limbach erbrachte, war der krönende Abschluss des Sängerjahres 2003.

Dem Männergesangverein „ Edelweiß “ Hüttersdorf e.V. wird am 24. April 2004 im Rahmen einer Festveranstaltung zum 100-jährigen Stiftungsfest im Kulturhaus Hüttersdorf die Zelter-Plakette vom amtierenden Bundespräsidenten, Herrn Johannes Rau, in Vertretung durch den Kultusminister des Saarlandes, überreicht.

  Singen  -  und was sonst  noch“?

Die Geselligkeit, neben dem Gesang ein wesentlicher Teil der Vereinsarbeit, fördert die Gemeinschaft im Verein:

Der jährliche Wandertag, das Spießbratenessen, die Ständchen aus den verschiedensten Anlässen, Familienabende, Sänger- und Vereinsfahrten und nicht zuletzt das närrische Heringsessen als Abschluss der Karnevalsaison zeugen von den geselligen Aktivitäten im MGV „Edelweiß“  Hüttersdorf e.V.

Auch die Teilnahme und Mitwirkung an Veranstaltungen der Zivilgemeinde, der Kirchengemeinde und bei den zahlreichen örtlichen Vereinen belegt, dass der MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf e.V. das dörfliche Geschehen aktiv mitgestaltet. Dazu zählt auch die regelmäßige Teilnahme an den seit 1982 im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Hüttersdorfer „Kribsertagen“.

 Das Kirmesmontag- Frühschoppenkonzert

Das Gruppensingen am Kirmesmontag, das 1955 erstmals vom MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf e.V. durchgeführt wurde, sollte den alten Kampfgeist aus der Zeit der Preissingen auf humorvoller Basis wach halten. Im Verlauf der Jahrzehnte hat sich diese Veranstaltung in ihrer Gestaltung verändert und eine eigene Dynamik entwickelt,

Als Kirmesmontags-Frühschoppenkonzert, durchgeführt vom MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf e.V., dem Musikverein „Harmonie“ und der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft, ist diese Veranstaltung heute ein besonderer Glanzpunkt der Hüttersdorfer Kirmes. Die vielen Besucher bringen das Kulturhaus dabei zum Überquellen und die Gäste – ob Jung oder Alt- sind immer wieder aufs Neue begeistert.

„Es war einmal“! -  Kappensitzungen

 Im volkstümlichen Bereich der Vereinsarbeit hat der MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf e.V. in den Jahren von 1964 bis 1980 gerade in der Gestaltung der Kappensitzungen mit dem Elferratspräsidenten, Herrn Horst Schmitt, Akzente gesetzt und sich einen besonderen Namen gemacht. Neben den Büttenreden wurden auch die Auftritte des Mädchen- und Männerballetts, die sängerischen Leistungen der Hombachtalspatzen“, die hausgemachten Kehrversgesänge von und mit Ernst Adam und die Darbietungen der Fanfarengruppe zum festen Bestandteil des Programms.

Die Fanfarengruppe ist auf Initiative unseres ehemaligen Sängers, Herrn Helmut Paulus, gegründet worden. Unter Mitwirkung aktiver Sänger und deren Familienangehörigen hat sich die Fanfarengruppe bei verschiedenen Anlässen bestens vorgestellt und das gesellige Leben des Vereins sehr gefördert.

Fanfahrengruppe MGV Edelweiß 1979

Kappensitzung MGV Edelweiß 1976

Männerballett MGV Edelweiß

 

 

"Wie geht es weiter ?-Was bringt die Zukunft "? 

In aller Bescheidenheit darf festgestellt werden, der MGV Edelweiß hat 100 gute und erfolgreiche Jahre hinter sich gebracht. So soll es auch weitergehen. Daher gilt es jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es muss uns gelingen mehr Männer für das Singen im Chor zu begeistern. Leistungsfähige Sänger können jedoch  nur mit überzeugenden chorischen Leistungen gewonnen werden. Wir müssen mit klaren zielgerichteten Angeboten präsent sein. Die chorische Leistung muss im Mittelpunkt stehen, wobei gesellige Veranstaltungen, Vereinsfeiern oder Vereinsausflüge auch dazu gehören. Leider ist Singen im Männerchor heute nicht mehr „ In “ . Dies könnte sich in unserer schnelllebigen und auf Veränderungen bedachten Welt wieder ändern. Wir sind überzeugt, in der Institution Gesangverein steckt trotz einer nicht zu leugnenden Überalterung noch viel Energie, um anstehende Aufgaben und Herausforderungen zu meistern. Es gilt halt nur diese Energie zu aktivieren.

Schlusswort 

Es ließe sich noch Vieles mehr aus der hundertjährigen Geschichte des MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf e.V. berichten. Das würde aber den Rahmen dieser Internetseite sprengen, und so mussten wir uns auf die wesentlichen Punkte beschränken. 

Zum Abschluss des Rückblicks auf die einhundertjährige bedeutungsvolle kulturelle Arbeit des MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf  ein Wort des Dankes an die ehemaligen und jetzigen Vereinsmitglieder, die Sänger, die Chorleiter und die Vorstände.

Sie alle haben daran mitgewirkt, dass der Chor über die lange Zeit von 100 Jahren bestehen konnte. Möge es dem MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf  vergönnt sein, dass sich auch in Zukunft der erforderliche Nachwuchs findet, damit der MGV „Edelweiß“ Hüttersdorf weit über den 100. Geburtstag hinaus den Chorgesang pflegen und das kulturelle Geschehen in unserem Land, unserer Gemeinde, insbesondere aber in unserem Heimatort Hüttersdorf, mitgestalten kann.

Männergesangverein „Edelweiß" Hüttersdorf e.V.
Der Vorstand